Das Projekt

„Gemeinsam engagiert für eine gemeinsame Zukunft — Bürgerschaftliches Engagement im Bereich Integration“


Hintergrund

Bürgerschaftliches Engagement hat für die gesellschaftliche Integration eine wachsende Bedeutung. Zunehmend wird dabei das Engagement nicht nur für, sondern insbesondere von und mit Migrant/innen als wichtige Ressource wahrgenommen.

Migrant/innen engagieren sich in Vereinen und Initiativen, in Integrations- und Ausländerbeiräten, in Nachbarschaften und Communities. Sie organisieren Kultur- und Informationsveranstaltungen, bieten Hausaufgabenhilfe und Sprachkurse, beraten Migrant/innen wie auch Kommunen und engagieren sich in Gesellschaft und Politik. Um diese Potenziale besser entfalten zu können, bedarf es hauptamtlicher Unterstützung, engagementfördernder Infrastrukturen und bedarfsgerechter Qualifizierungsmaßnahmen.

Programme zur Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements erreichen bisher hauptsächlich Angehörige der Mehrheitsgesellschaft und deren Institutionen, wie Freiwilligenagenturen, Wohlfahrts- oder Jugendverbände. Es gibt kaum Förderprogramme oder Unterstützungsangebote, die speziell für die Aufgaben von Ausländerbeiräten oder Migrantenorganisationen konzipiert sind. Gleichzeitig besteht ein großer Bedarf an Sensibilisierung und interkultureller Öffnung von deutschen Einrichtungen der Freiwilligenarbeit.

Vor diesem Hintergrund wurde das bayernweite Modellprojekt gemeinsam engagiert entwickelt.


Zielsetzungen und Aufgaben

Zielgruppen des dreijährigen Projektes sind Migrantenorganisationen auf kommunaler wie auf Landesebene sowie deutsche Einrichtungen der Freiwilligenarbeit.

Für beide Zielgruppen entwickelt das Projekt in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Kooperationspartnern Fortbildungs-, Qualifizierungs- und Unterstützungsangebote, um die Rahmenbedingungen für ihre ehrenamtliche Arbeit zu verbessern.

So werden mit Ausländerbeiräten und Migrantenvereinen Qualifizierungsmaßnahmen und Fortbildungen konzipiert und durchgeführt, während Freiwilligeneinrichtungen bei interkulturellen Öffnungsprozessen konzeptionell begleitet und beraten werden.

Ein weiterführendes Ziel des Projektes gemeinsam engagiert ist es dabei, eine stärkere Vernetzung und strukturelle Verbindungen zwischen den einzelnen Akteuren, vor allem aber zwischen den Organisationen von Migrant/innen und denen der Aufnahmegesellschaft zu schaffen. gemeinsam engagiert geht mit seiner erfolgreichen paritätischen Trägerschaft durch eine Migranten- und eine deutsche Organisation selbst beispielhaft voran.

Um die Projektergebnisse übertragbar zu machen, werden die durchgeführten Aktivitäten und Maßnahmen laufend dokumentiert, ausgewertet und evaluiert.


Angebote

Qualifizierung: Informations-, Qualifizierungs- und Schulungsmaßnahmen für Integrations- und Ausländerbeiräte sowie Migrantenorganisationen (z.B. Öffentlichkeitsarbeit, Fördermöglichkeiten, Entwicklung und Umsetzung von Projekten, Vereinsmanagement, Rechtsfragen, Freiwilligenmanagement). Angebote für Einrichtungen der Freiwilligenarbeit zur interkulturellen Orientierung und interkulturellen Öffnung.

Beratung, Begleitung und Unterstützung interessierter Akteure und Institutionen in Kommunen bei vielfältigen Fachfragen und insbesondere bei der Entwicklung und Umsetzung neuer Projekte und Aktivitäten mit Beteiligung von Migrantinnen und Migranten.

Information: Sammlung, Auswertung und Darstellung gelungener Beispiele von Bürgerschaftlichem Engagement im Bereich Integration. Aufbau einer Internetpräsenz zum Themenbereich.

Austausch und Vernetzung zwischen Migrantenorganisationen und Einrichtungen der Freiwilligenarbeit auf regionaler und Landesebene.